Radbox.NRW – das Buchungs- und Zugangssystem für verschließbare Fahrradabstell- und Schließfachanlagen
radbox.nrw ist das Buchungs- und Zugangssystem für verschließbare Fahrradabstell- und Schließfachanlagen von go.Rheinland und dem NWL. Das zu 80 Prozent vom Land über die „Förderrichtlinie Vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement“ geförderte Projekt ist im Frühjahr 2021 gestartet. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde der Zuschlag an den Dienstleister Viaboxx GmbH, ein Softwareentwickler aus Königswinter, vergeben. Bereits Ende 2021 konnte radbox.nrw im Pilotbetrieb an einer Fahrradabstellanlage am Bahnhof Overath an den Start gehen. Im Rahmen der 1. Mobilitätsakademie am 02. Mai 2022 ging radbox.nrw dann offiziell live.
Wie funktioniert radbox.nrw?
Über eine Buchungsplattform, welche auch in vorhandene Apps und Webseiten integriert werden kann, können sich Nutzende über sicheres Fahrradparken informieren und verlässlich einen Platz buchen und bezahlen. Zukünftig wird den Nutzenden das Buchen und Bezahlen für jeden Standort in NRW auch über bereits existierende Portale wie z. B. DeinRadschloss (VRR) ermöglicht.

Mehr als 50 Kommunen im Gebiet von go.Rheinland und NWL haben ihr Angebot an sicheren Fahrradstellplätzen ausgebaut und ihre vorwiegend neu errichteten Fahrradabstellanlagen bereits an radbox.nrw angeschlossen. Mittlerweile steht den über 11.000 registrierten Nutzer*innen ein Angebot von rund 4.000 sicheren Fahrradstellplätzen in mehr als 100 Fahrradabstellanlagen zur Verfügung. Damit zählt radbox.nrw bereits jetzt zu einem der bundesweit größten Systeme. Die Lizenz für die Nutzung von radbox.nrw erhalten die Kommunen und Verkehrsunternehmen unentgeltlich von go.Rheinland. Sie gilt für beliebig viele Standorte in der Kommune auf unbestimmte Zeit.
Durch die technische Flexibilität des Systems können Fahrradabstellanlagen verschiedener Hersteller und verschiedener Anlagentypen und -größen an radbox.nrw angebunden werden. Von kleinen Anlagen mit zwei Stellplätzen wie in Dabringhausen bis hin zum mehrstöckigen Fahrradparkhaus mit 770 Stellplätzen am Dülmener Bahnhof ist alles dabei. Auch die Nachrüstung von bestehenden Fahrradabstellanlagen ist grundsätzlich möglich, selbst wenn ursprünglich kein elektronisches Schließsystem eingebaut wurde. Eine Übersicht über alle Standorte finden Sie unter www.radbox.nrw.

Sicheres Fahrradparken als wichtiger Baustein von Mobilstationen
Fahrradabstellanlagen bzw. Bike-and-Ride-Anlagen an Haltestellen des ÖPNV sind ein zentraler Bestandteil beim Aufbau eines flächendeckenden Mobilstationsnetzes und beim Neu- und Ausbau schneller Radwegeverbindungen. Im Idealfall stehen Kund*innen des ÖPNV, die die erste und letzte Meile mit dem Fahrrad zurücklegen möchten, sowohl offen zugängliche als auch verschließbare Abstellmöglichkeiten zur Verfügung, in denen sie ihre Fahrräder geschützt vor Witterung und Vandalismus parken können.